Triggerwarnung: Mathematik 🙂

Was hat das denn nun wieder miteinander zu tun?
Mantrailen ist – gerade zu Beginn – manchmal wie eine Gleichung mit zwei Unbekannten. Jeder Anfänger muss lernen, seinen individuellen Hund „lesen zu lernen“: Wann sucht er wirklich im Geruch, wann sucht er nach Geruch, wann sucht er etwas anderes… Natürlich gibt es viele „allgemeingültige“ körpersprachliche Botschaften, die wir dir als Trainer vermitteln können, aber jeder Hund bringt zusätzlich seinen individuellen Dialekt mit.
Nun ist es aber so, dass wir Menschen immer nur erahnen können, wie sich Geruch verteilt. Die Windrichtung hilft uns erfahrungsgemäß kaum weiter. Die Verteilung von Seifenblasen dagegen entspricht sehr genau der der Geruchspartikel.
Und damit kommen wir zurück zur Mathematik. Haben wir eine Gleichung mit zwei Unbekannten, wissen wir also weder genau, wo Geruch ist und wo keiner, noch wie der individuelle Hund uns anzeigt „Ich suche im Geruch.“ oder „Ich suche nicht im Geruch.“ beginnt ein Ratespiel.
Lösen wir aber zu Beginn des Trainings eine Unbekannte über Seifenblasen zu einer Bekannten auf, lässt sich die Gleichung berechnen. Wir können die verbleibende Unbekannte, nämlich die Körpersprache des Hundes sicher bestimmen.

Hat der Hundeführer im weiteren Trainingsverlauf die Körpersprache seines Hundes beim Mantrailen sicher lesen gelernt, sind die Seifenblasen nicht mehr nötig. Die Körpersprache ist nun keine Unbekannte in der Gleichung mehr und die Geruchsverteilung lässt sich folglich über diese bestimmen.

K = Körpersprache Hund, G = Geruchsverteilung, T = Trailrätsel
